Neue Wege - Neue Perspektiven

Präventionskurs Sucht (PKS)

Eine Kooperation von Jugendhilfe Wolfenbüttel e. V. und Lukas Werk Suchthilfe gGmbH.

Der Suchtmittelkonsum in der Gesamtbevölkerung ist in den letzten Jahren glücklicherweisezurückgegangen. Auch bei Jugendlichen ist der regelmäßige Gebrauch von Alkohol und Tabak momentan rückläufig. Trotz allem gibt es Jugendliche mit einem problematischen Suchtmittelkonsum. Insbesondere der exzessive Konsum von Alkohol (Rauschtrinken) ist dabei im Fokus der Öffentlichkeit. Oftmals geht der exzessive Konsum, neben den gesundheitlich negativen Aspekten, mit den typischen Folgen wie Enthemmung und Aggression sowie eventuell mit Straffalligkeit einher.

Der Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen hat andere Funktionen und auch Ursachen als bei Erwachsenen. Daher bedarf es spezieller methodischer Ansätze, um dieser Zielgruppe gerecht zu werden. Die Arbeitsbereiche Sucht - und Jugendhilfe müssen daher methodisch in der Schnittmenge Suchtmittelkonsum und eventuell Straffälligkeit kooperieren und die jeweiligen Inhalte in einem themenspezifischen, zielgruppenorientieıten Kurs vermitteln.

Seit über 10 Jahren gibt es daher in Wolfenbüttel innerhalb dieser Kooperation von Jugendhilfe Wolfenbüttel e.V. und Lukas Werk Wolfenbüttel verschiedene Gruppen- und Gesprächsangebote.

Eines dieser Angebote ist der Präventionskurs Sucht.

Dieser Kurs ist ein Angebot für Jugendliche im Alter von 14 -18 Jahren, die noch nicht erheblich strafrechtlich aufgefallen sind, und die erhebliche Probleme auf Grund ihres Suchtmittelkonsums in Schule und Elternhaus haben.

Die Teilnahme an dem Wochenendkurs ist prinzipiell freiwillig, die Jugendlichen melden sich in der Regel jedoch nicht selbständig zu diesem Kurs an, da ihnen erfahrungsgemäß das Problembewusstsein bezüglich ihres Suchtmittelkonsums fehlt. Sie werden über das Jugendgericht, Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendamt, Schulen und Bildungsträgern sowie über die Eltern zu uns vermittelt.


Konzept

In der Auseinandersetzung mit anderen Jugendlichen (Integration der peer-group) setzen sich die Jugendlichen kritisch mit ihrem eigenen Konsum auseinander, erfahren Risiken der Suchtstoffe und versuchen anhand von Biografiearbeit individuelle Ursachen für ihren Suchtmittelkonsum zu erarbeiten.

Inhaltliche Themen des Kurses sind:

  • Eigene Konsummuster erkennen
  • Reflexion über das Rauscherleben
  • Risikoverhalten erkennen und einschätzen
  • Persönliche realistische Ziele setzten und Erfolge realisieren
  • eigene Stärken erkennen
  • Konsumunabhängige Kontaktfähigkeit erweitem
  • Verantwortung übernehmen und Konsequenzen tragen lernen
  • Suchtmittelkonsum reduzieren
  • Vermittlung von gesundheitlichen, rechtlichen und sozialen Aspekten des Konsums
  • im Idealfall Hinführung zur Abstinenz von illegalen Suchtstoffen

 

Zur Stärkung der sozialen Kompetenz, Persönlichkeit und Wagnisbereitschaft entwickeln die Jugendlichen konsumunabhängige Freizeitaktivitäten. Der sachinhaltliche Teil wird daher durch einen erlebnispädagogischen Workshop mit speziell geschulten Trainern ergänzt.

In einem Hochseilgarten werden die Themen Hemmschwelle, Wagnis, Risiko / Gefahr erklettert (Risflecting).


Ablauf des Kurses

 

  • Vorstellungsrunde
  • Gruppenregeln
  • Partnerinterview
  • „Suchtbeutel“ (stoffliche und nichtstofiliche Süchte, legale und illegale Suchtstoffe, usw.)
  • Suchtverlaufeigenes Konsumprofil
  • Individuelle Einschätzung Suchtverlauf
  • Film über Rauschtrinken von Jugendlichen
  • Aktion Hochseilgarten
  • Auswertung und Refiexion der erlebnispädagogischen Aktion

Ansprechpartner Ambulante Sozialpädagogische Angebote für junge Straffällige

Roman Sendrowski

Sendrowski

Tel. 05331.996313
  FAX 05331.9963-19
E-Mail Roman Sendrowski

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